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Biokonstruktion

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Biokonstruktion

Neues Wort und ich finde es sehr passend für das Arbeiten mit organischem Material. Der Biokonstrukteur unter anderem ein Lehrberuf in Uruguay, aber auch immer noch zu finden in der traditionalen Art und Weise. Oft wegen finanziellen Möglichkeiten für die Menschen hier gar nicht anders möglich und so lebte im Stillen, in dem Haus des armen Mannes das Wissen weiter, welches heute wieder angefangen wurde zu unterrichten.

Wissen von naturellen Materialien, das Lernen und viel mehr das Arbeiten. Arbeiten, die viel Zeit brauchen, aber auch das Arbeiten mit den Gezeiten. Heißt komplettes Wissen über die Materien und ihre Reaktionen miteinander. Das Verstehen, welches wir uns wissenschaftlich begründen können durch Analysen, wird hier gelernt durch Erfahrungswerte des Fühlens, des Riechens und Sehens. Arbeiten mit den Sinnen und mit der Natur.

Hört sich das nicht schön an, für mich ist es etwas Faszinierendes und mein Grund, warum ich nach aller Bildung mich dafür entschieden habe nach Südamerika zu gehen, um das zu erlernen, Biokonstruktion zu studieren mit den Leuten, die sich Biokonstrukteur nennen dürfen. Eine Arbeit, die so viele Wege des Gehens beinhaltet, des Arbeitens mit dem Körper, dass es dort auch schon wieder aufhören kann…aber es fühlt sich echt an, lebendig manchmal auch erschöpfend, aber immer in Verbindung mit der Materie der Mutternatur und sich selbst.

Arbeiten mit den Sinnen und mit der Natur

Vom Aushub zur richtigen Zeit und das Analysieren des Materials, das Sammeln organischer Zusätze, Zerkleinern, Ansetzen, Gären bis zur Herstellung der Bio-Farbanstriches. Der zweite wichtige Teil ist die Struktur eines Projektes. Welche Rohstoffe stehen zur Verfügung und daraus wird entschieden, welche Form des Bauens angewandt wird. Ein umfassendes Wissen sehr auf die Umgebung bezogen, was wir auch bei uns aus Lehmbau und Restauration kennen und historisch auch genauso gewesen war. Etwas anderes im Konstruktiven bekannt in unseren Fachwerkhäusern, aber wo im Vergleich oft nicht mehr unbedingt die Regionalen Baumaterialen wiederverwendet werden.

Doch wer das Grundwissen der Biokonstruktion verstanden hat, wird damit eines der so vielfältigen Kapitel des Bauens für sich öffnen können, was nicht bloß Geld spart für den Hausbau, sondern auch viel gesünder ist als die meisten verwendeten Baumaterialien. Es sich nicht nur auf das Haus in sich beschränkt, sondern auch auf Heiz- und Kühlsysteme bis hin zur Permakultur. Rundum steckt eigene Energie in etwas, was nicht die Umwelt beeinflusst. Den kleinsten ökologischen Fußabdruck hinterlässt und durch die Nutzung regionaler Baustoffe die Naturzerstörung, Umweltverschmutzung und den Sondermüll für unsere Kinder minimiert. Bewusstes „Bauen mit dem Großen“, wird ist hier angesagt.

Ich bin zwar kein Statiker, doch lernt man in allen Regionen unterschiedliche Faustregeln für das Erbauen der Häuser, Resultierend aus althergebrachten Erfahrungswerten. Wir selbst Wissen was uns persönlich gefällt, worin wir wohnen wollen, warum und wie. Einfach machen sagte mein Reisekamerad.

Bauen mit dem Großen

Trotz dessen sollen dabei keine gesetzten Gesetze umgangen werden, das erwähne ich zum Erinnern, dass vor nicht ganz so langer Zeit, will da mal unter 100 Jahren bleiben, da wussten viele von uns noch ihr Haus zu pflegen, in standzuhalten oder zu bauen…und für die Biokonstruktion trifft diesen sinn heute genauso wieder. Speziell der Lehm sollte für all seine positiven Eigenschaften, wie Langlebigkeit, Feuchtigkeitsregulierung, Brandschutz, Feinstaub, so wie auch das Abhalten der Elektrowellen von Funkmasten u.v.m. wieder die Chance bekommen, sich zurück zu etablieren in die Gesellschaft, für uns selber und als „Teil des Großen“.